Das Adjektiv dystopisch (von altgriechisch δυσ- dys- "schlecht" und τόπος topos "Ort") beschreibt in Film, Fernsehen und Literatur Zustände, Gesellschaften oder Szenarien, die durch eine tiefgreifende, bedrohliche und meist totalitäre Fehlentwicklung gekennzeichnet sind. Eine solche dystopische Welt zeichnet sich in filmischen Narrativen häufig durch Tyrannei, Umweltkatastrophen, technologische Überwachung oder den Verlust individueller Freiheit aus und fungiert oft als düsteres Gegenmodell zur Utopie. Ein wegweisendes Beispiel für ein dystopisches Zukunftsszenario findet sich im Science-Fiction-Klassiker Blade Runner (1982), der eine von Konzernen beherrschte, ökologisch degradierte Metropole zeigt, oder im Science-Fiction-Drama Die Tribute von Panem - The Hunger Games (The Hunger Games, 2012), das eine von einem grausamen Regime unterdrückte Klassengesellschaft porträtiert.