Es hätte so großartig werden können: Spannendes Setting im wunderschönen Persien, einmal fernab des üblichen CIA/FBI-Einerlei; gute Schauspieler, die ihre Rollen überzeugend spielen; wertige Serie, gut fotografiert, alles sehr stimmungsvoll. Wenn nicht die Drehbuchautor_innen so dermaßen über das Ziel hinaus geschossen wären! Da macht so vieles gar keinen Sinn: Die Agentin des Mossad, dem besten Geheimdienst der Welt, verhält sich die meiste Zeit wie ein naives, tapsiges Reh und trifft eine unprofessionelle Entscheidung nach der anderen; da werden Plot Twists als Überraschungseffekte eingebaut, die völlig aus der Luft gegriffen scheinen; anstatt die Hauptstory voranzutreiben, verlieren sich die Autor_innen in unwichtigen Nebenkriegsschauplätzen, die mit dem eigentlichen Kern – der Erzfeindschaft zwischen den Staaten Iran und Israel – überhaupt nichts zu tun. Wie schade, dass keiner der vielen Beteiligten an einem Punkt der Produktion einmal gesagt hat, "Moment einmal, das ist doch nicht logisch!"
ø-Wertung Staffel 1: 6.75