Ein sehr zu Herzen gehender Film über eine beeindruckende wahre Geschichte, die man sich durchaus zum Vorbild nehmen kann. "I Swear" erzählt dabei gefühlvoll und immer wieder herzerwärmend, ohne in Kitsch oder übertriebene Sentimentalität abzudriften. Stattdessen bleibt der Film angenehm direkt und ehrlich. Besonders beeindruckend ist Robert Aramayo, der John Davidson und dessen Tourette-Syndrom derart überzeugend verkörpert, dass man beinahe vergisst, einem Schauspieler zuzusehen.
Vor allem aber zeigt der Film, wie wichtig Aufklärung, Verständnis und Akzeptanz für Menschen sind, die aufgrund ihrer Besonderheiten nicht so recht in die gesellschaftliche Norm passen. Als jemand, dessen Gehirn selbst anders tickt und der deshalb über Jahrzehnte immer wieder Schwierigkeiten mit der vermeintlich "normalen Welt" hatte, kann ich gut nachvollziehen, wie viel es bedeutet, mit seinen Eigenheiten und Herausforderungen gesehen, verstanden und akzeptiert zu werden. Gerade deshalb hat mich dieser Film besonders berührt.
Gesehen: 03.10.2026, englische OV über MrMC