Wow, ist der neue Stallone schlecht! An diesem unnötigen Film, dessen Kosten besser wo anders angelegt worden wäre, ist alles mies. Die Story wurde vermutlich von einem 12-jährigen als Erlebnisaufsatz in der Schule verfasst. Von keiner Figur erfährt man den Hintergrund, die Motivation. Warum ist der eine böse, warum der andere gut? Da wird sich von Klischee zu Klischee gehangelt. Und der große Plot-Twist, den man 5 Minuten vor Filmende "enthüllt" bekommt, ist schon nach 10 Minuten klar und vorhersehbar. Stallone spielt wie ein Bot, das hat gar nichts mehr Reales, das wirkt wie Gesichtsaufwärmübungen im Schauspielunterricht. Selbst seine (Original-)Stimme funktioniert nicht mehr, weil sie bei dem alten Mann, der schon auf die 80 zugeht, inzwischen öfters kippt und seltsam nuschelnd klingt. Noch eine Stufe schlimmer ist der Bösewicht Pilou Asbæk, der wirklich mehr kann, als er in diesem Film zeigt. Schon lange war ein Bösewicht nicht mehr so ein Abziehbild, so hölzern und völlig unverständlich in seiner Motivation. Nur die Augen aufreißen und böse brüllen macht noch kein Schauspiel aus. Am schlimmsten aber leider der junge Sidekick von Stallone, Javon Walton. Das ist ein süßer Junge, der aber überhaupt gar nicht schaupsielern kann. Das war teilweise von Fremdscham begleitet, ihm zuzusehen. Am allerschlimmsten aber: das CGI! Diese seltsamen Elektro-Bombenexplosionen waren billigste Computer-Animation, das Feuer in den brennenden Gebäuden – grotesk. Und der negative Höhepunkt: Das aus dem Computer stammende Gesicht des jungen Stallone. Lächerlich! Das sieht bei den meisten AAA-Games auf der Playstation 5 besser aus. Warum werden solche Filme gemacht? Als gäbe es keine Geschichten mehr zu erzählen, was ein Ärgernis!