Der Film, der 2021 den Goldenen Bären der Berlinale gewinnen konnte, funktioniert in meinen Augen nicht. Der erste Teil (oder Teil 2, wenn man die fünf Minuten expliziter Privat-Porno am Anfang als eigenen Teil des Films zählt) ist lediglich eine amateurhafte visuelle Begleitung der Protagonistin durch Straßen von Bukarest, in Ladengeschäfte hinein und wieder hinaus, und wenn die Kamera dann einmal auf einem Motiv stehen bleibt, während die Protagonisten aus dem sichtbaren Feld verschwindet, stellt man sich die Frage, was einem das Motiv jetzt sagen soll: ein abgerissenes Plakat auf einem Sicherungskasten, die kommunistisch-klassizistische Fassade eines Gebäudes, ein Blumenstand ... Teil 2 hat dann gute Ansätze, reiht Absurdes, Verstörendes, Amüsantes, Widerwärtiges, Überraschendes als "Lexikon" in kleinen Snipptes zusammen, aber dieses "TikTok als Kunstintallation" funktioniert überhaupt nicht in einem Kinofilm, das wäre etwas für eine Kunstausstellung. Ganz ähnlich Teil 3, auch der funktioniert nicht für die Leinwand, und wäre auf einer Theaterbühne weitaus besser aufgehoben. Es ist zwar nicht ohne, wie hier der Regisseur alle möglichen Vorurteile, fehlende Empathie, menschlichen Abgründe, Rassismen, Faschistisches und andere Eigenschaften der Menschen, die einen nicht gerade zu einem Philantropen werden lassen, den am Elternabend teilnehmenden Figuren in die schmutzigen Münder legt, aber es geht in dieser als Satire, als Farce gemeinten Darstellung nicht wirklich auf, sondern löst oftmals beim Zuseher Fremdscham aus, anstatt Verstehen.