Andrej Rubljow (Originaltitel Андрей Рублёв) ist ein
sowjetischer SpielfilmEin Spielfilm bezeichnet eine fiktionale filmische Erzählung, die im Gegensatz zum Dokumentarfilm eine erfundene oder dramaturgisch frei aufbereitete Handlung darstellt und in der Regel eine abendfüllende Laufzeit aufweist. Als Kernprodukt der Filmindustrie wird der Spielfilm von Schauspielern getragen und bedient sich verschiedener Filmgenres, um Geschichten im Kino, Fernsehen oder auf Streaming-Plattformen zu präsentieren. Prominente und historisch bedeutende Beispiele für einen Spielfilm sind der Kriminalfilm Der Pate (The Godfather, 1972) von Francis Ford Coppola, das Science-Fiction-Epos Metropolis (1927) sowie das Drama Forrest Gump (1994).
von
Andrei Tarkowski aus dem Jahr 1966. In Episoden erzählt und mit Ausnahme des
Epilogs in
Schwarzweiß gedreht, macht er ein Vierteljahrhundert
spätmittelalterlicher
russischerMit Russisch (von Russland bzw. русский russkij) wird alles bezeichnet, was mit Russland, seiner Sprache, Kultur oder Herkunft in Verbindung steht. In Film und Medien wird russisch oft zur Kennzeichnung von Figuren, Akzenten, Handlungsorten oder politischen Kontexten verwendet. Beispielhaft ist die Darstellung eines russischen Agenten in Roter Oktober (The Hunt for Red October, 1990) oder die russische Mafia in John Wick (2014).
Zeit- und Persönlichkeitsgeschichte lebendig. Im Mittelpunkt steht mit
Andrej RubljowAndrej Rubljow (1966)
183 min • ø-Rating: 8.6
Von: Andrei Tarkovsky
Mit: Anatoliy Solonitsyn, Ivan Lapikov, Nikolay Grinko
Nach vier Jahren Dreharbeiten wurde der Film sogleich nach seinem Erscheinen in Russland verboten und musste von ausländischen Filmfestspielen erpresst werden. Erst 1972 war der Film über den russischen Ikonenmaler Andrej Rubljow und die Beziehung von Künstler und Macht im Ausland zu sehen.
der im nationalen Verständnis bedeutendste russische
Ikonen
maler. Ein bestimmtes
Genre wollten die beiden
Drehbuchautoren Tarkowski und
Kontschalowski erklärtermaßen nicht bedienen. Thematisch kreist der Film um das spannungsvolle Wechselverhältnis zwischen Künstler und Gesellschaft. Das "differenzierte und figurenreiche Panorama",
[Maja Turowskaja: Andrej Tarkowskij. Film als Poesie - Poesie als Film. Keil Verlag, Bonn 1981, S. 49.] das Vertreter aller Schichten einschließt, kulminiert in der letzten Episode im Porträt des laut Regiekonzept "eigentlichen geistigen Helden",
[Maja Turowskaja: Andrej Tarkowskij. Film als Poesie - Poesie als Film. Keil Verlag, Bonn 1981, S. 51.] des jungen
Glockengießers Boriska, gespielt von
Nikolai Burljajew, den Tarkowski bereits für die Hauptrolle in seinem ersten Langfilm,
Iwans KindheitIwans Kindheit (1962)
95 min • ø-Rating: 8.6
Von: Andrei Tarkovsky
Mit: Nikolay Burlyaev, Valentin Zubkov, Yevgeni Zharikov
Im Mittelpunkt steht der erst 12-jährige Iwan Bondarow. Sein Vater fiel bereits zu Beginn des Zweiten Weltkrieges als Grenzsoldat, seine Mutter und seine kleine Schwester wurden umgebracht. Iwan selbst konnte nur mit viel Glück aus dem deutschen Todeslager fliehen. Seitdem verfolgen ihn Träume, die mit schönen Kindheits-Erinnerungen beginnen und in schreckliche Alpträume münden. An der Ukrainefront riskiert der Waisenjunge als Späher für die Rote Armee bei jedem Einsatz sein Leben. Ein ihm nahe stehender Vorgesetzter will Iwan ins sicherere Hinterland auf eine Militärakademie schicken. Doch diesen Befehl verweigert er. Iwan möchte weiter Rache an jenen nehmen, die ihm die Familie nahmen und letztlich um seine Kindheit betrogen. Schließlich gibt sein Vorgesetzter nach, was sich aber als tragische Entscheidung herausstellen sollte... Wach-, Alp- und Wunschträume des Jungen verschmelzen mit realistischen Kriegsszenen und Dokumentaraufnahmen zu einer Einheit.
, besetzt hatte. Die titelgebende Hauptrolle des
Andrej Rubljow wird von
Anatoli Solonizyn bekleidet, der fortan zum engsten Kreis der von Tarkowski bevorzugten Darsteller gehörte.