Paul Thomas Anderson wirft in seinem aktuellen Film einen liebevoll-kritischen Blick auf das Old Hollywood und entfaltet eine total skurrile, aber immer zu 100 Prozent überzeugende Geschichte in den 70er Jahren.
Das ist vor allem durch die zwei Hauptdarsteller Alana Haim als Alana und Cooper Hoffman als Gary, die beide hier ihren ersten Filmauftritt haben, so wunderschön umgesetzt, dass es mir in den etwas mehr als zwei Stunden selten gelang, das Dauergrinsen einzustellen. Das Ganze elegant begleitet von alten Hasen wie Sean Penn oder Tom Waits, die trotz ihrer kurzen Auftritte im Gedächtnis bleiben Dank der Schrulligkeit der Figuren. Aber alles steht zurück gegenüber Bradley Coopers Kurzauftritt als völlig durchgeknallter Jon Peters, das ist einfach nur sensationell geacted und umgesetzt!
Der ganze Film zeichnet so ein liebevolles Bild der damaligen Zeit, mit der immer passenden Ausstattung, dem tollen Soundtrack und dem Vibe, der überall zu spüren ist; nie verhaspelt sich Paul Thomas Anderson, obwohl ständig und immer etwas passiert und viele einzelne Geschichten total absurd sind, verliert er nie den roten Faden, das ist so ein gut geschriebenes Drehbuch, dass man damit am liebsten angehende Drehbuch-Autoren schulen möchte: "Seht Ihr? So wird das gemacht!"
Ein durch und durch gelungener Film, der mir ganz viel Freude gemacht hat dank seiner klug erzählten, sehr unterhaltsamen Story, dem raffinierten und dezent eingesetzten Witz, den zauberhaften Neulingen Alana Haim und Cooper Hoffman, der tollen 70er-Jahre-Musik und, natürlich, dank Bradley Coopers Auftritt, der mir unvergessen bleiben wird.