Die Herangehensweise an das Thema der Nazi-Dikatur durch verrückten Vogel Taika Waititi ist wirklich ganz außergewöhnlich und wie schnell kann das sich lustig Machen auch ins Geschmacklose kippen? Das tut es aber in "Jojo Rabbit" niemals. Die Witze sitzen und es gibt wirklich ein paar todkomische, absurde Szenen, die das Marionettenhafte all der fanatisierten Nazis herrlich persiflieren. Aber der Film hat auch Tiefe, erzählt uns etwas über den Unfug von Vorurteilen und vermittelt ehrliche Gefühle von Freundschaft und Liebe.
Das ganze Ensemble spielt die jeweilige Rolle auf den Punkt, aber Scarlett Johansson sticht als liebenswerte Mutter, die sich dem Wahnsinn des nationalsozialistischen Fanatismus nicht ergeben will, so überzeugend und mit so viel Freude, dass es einen in vielen Szenen wirklich lächeln lässt.
Ganz starker Film mit einem gelungenen Umgang mit den Schrecken des Dritten Reichs, der an manchen Stellen ein wenig an Roberto Begninis "La vita è bella" erinnert.