Mephisto ist ein
deutschDas Attribut Deutsch bezeichnet die Zuordnung eines Werkes, einer Figur oder eines stilistischen Elements zum Kultur- und Sprachraum oder zur Staatsgebietshistorie Deutschlands. In Filmen und Serien dient die Kennzeichnung als Deutsch primär der Kategorisierung von Herkunftsländern bei Produktionen, der Spezifizierung von Sprachfassungen oder der Charakterisierung von ethnischen beziehungsweise nationalen Identitäten innerhalb der Handlung. Prominente Medienbeispiele, die als rein deutsche Produktionen oder über ihre thematische Verankerung als Deutsch klassifiziert sind, umfassen das historische Drama Das Leben der Anderen (2006) von Florian Henckel von Donnersmarck, das Kriegsdrama Das Boot (1981) sowie den Thriller Lola rennt (1998).
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ungarisches FilmdramaEin Drama (lateinisch drama, von altgriechisch δρᾶμα drāma "Handlung") ist ein Genre der Literatur und des Films, das durch eine handlungsorientierte Darstellung von zwischenmenschlichen Konflikten und emotionalen Entwicklungen geprägt ist. Im Fokus eines Dramas steht meist die Auseinandersetzung einer Hauptfigur mit ihrer sozialen Umwelt oder inneren Krisen, wobei die Spannung aus dem Dialog und der Charakterzeichnung resultiert. Klassische Beispiele für ein Drama sind Filme wie Der Pate (The Godfather, 1972), Schindlers Liste (Schindler's List, 1993) oder Parasite (Gisaengchung, 2019).
von
István SzabóIstván Szabó
* 18. Februar 1938
István Szabó (* 18. Februar 1938 in Budapest) ist ein ungarischer Filmregisseur. 1982 wurde sein Spielfilm Mephisto mit dem Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet. István Szabó stammt aus einer jüdischen Familie, die den Holocaust bei Freunden versteckt überlebt hat. Nachdem er in den 1960er- und 1970er-Jahren mit bis dahin unkonventionellen Filmen Erfolge in Ungarn feiern konnte, gelang es ihm, mit dem 1980 produzierten Film Der grüne Vogel mit Hannelore Elsner in der Hauptrolle das Fundament für ausländisch finanzierte Filme zu legen, die ihn dann weltberühmt machten. 1981 Mephisto, 1985 Oberst Redl und 1988 Hanussen, jeweils mit Klaus Maria Brandauer in der Hauptrolle, machten Regisseur und Hauptdarsteller international bekannt. Seine Filme Zimmer ohne Ausgang, Oberst Redl, Hanussen wurden für den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film nominiert, Mephisto gewann 1982 die Auszeichnung für Ungarn. István Szabó erhielt für diesen Film auch beim Filmfestival in Cannes 1981 den Preis für das Beste Drehbuch und für Hanussen den Preis für die Beste Regie. Im Jahr 2006 enthüllte András Gervai in der Zeitschrift Élet és Irodalom (Leben und Literatur), dass Szabó als Student in den 50er Jahren für die ungarische kommunistische Geheimpolizei ÁVH Spitzelberichte geschrieben hatte. Er war Gründungsmitglied der 1989 gegründeten European Film Academy, und 1998 der Széchenyi Academy of Letters and Arts. Szabó hat an Filmakademien in Budapest, London und Berlin unterrichtet. Im Sommersemester 2006 hielt er eine Vorlesung am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Nach 30 Jahren drehte Szabó erstmals wieder einen Film mit Klaus Maria Brandauer: Zárójelentés (Abschlussbericht) (2020).
aus dem Jahr 1981. Sein Drehbuch basiert auf dem
gleichnamigen Roman, den
Klaus Mann 1936 im Exil geschrieben und veröffentlicht hatte. Der Roman zeichnet schwach verhüllt den beruflichen Aufstieg des Theaterschauspielers, -regisseurs und -intendanten
Gustaf GründgensGustaf Gründgens
* 21. Dezember 1899† 07. Oktober 1963
in der
Zeit des Nationalsozialismus nach. Eine frühere Ausgabe des Romans wurde 1966 in der Bundesrepublik Deutschland gerichtlich verboten. Im Frühjahr 1981, als der Film
in Cannes aufgeführt wurde und den Preis für das beste Drehbuch und den
FIPRESCI-Preis erhielt, erschien der Roman in der Bundesrepublik erneut. Der Film reduziert die Bezüge zu Gründgens und verdichtet die fiktionalisierte Hauptfigur Hendrik Höfgen zum Typus des anpasserischen Charakters und korrumpierbaren Künstlers, der seine Überzeugungen dem beruflichen Erfolg opfert. Gedreht wurde die Koproduktion mit dem Fernsehen in den
DEFA-Studios, in Budapest und in Paris.
[Zu den Drehorten siehe Knut Hickethier: Mephisto. In: Thomas Koebner (Hrsg.): Reclams Filmklassiker, Band 3. Reclam, Stuttgart 1995.] Neben Szabós Inszenierung erregte vor allem
Klaus Maria BrandauerKlaus Maria Brandauer
* 22. Juni 1943
in der Hauptrolle Aufsehen und wurde von der Kritik gelobt.