Ein
weibliches Vergewaltigungsopfer ist eine weibliche Figur, die in einem medialen Werk
sexualisierte GewaltSexualisierte Gewalt bezeichnet Handlungen, bei denen Macht, Nötigung oder physische Gewalt eingesetzt werden, um eine Person zu sexuellen Aktivitäten zu zwingen oder sie dabei herabzuwürdigen. In fiktionalen Medien dient sexualisierte Gewalt häufig als drastisches narratives Element, um Traumata zu ergründen, gesellschaftliche Machtstrukturen zu kritisieren oder tiefgreifende Rachemotive innerhalb einer Handlung zu etablieren. Markante Beispiele für Filme, welche die psychischen und physischen Folgen von sexualisierter Gewalt thematisieren, sind das Drama Anklagebank (The Accused, 1988), der Thriller Verblendung (The Girl with the Dragon Tattoo, 2011) sowie das Rache-Drama Promising Young Woman (2020).
gegen ihren Willen erleidet und deren Erfahrung Bestandteil der Handlung ist. Die Darstellung eines
weiblichen Vergewaltigungsopfers dient häufig der Thematisierung von Trauma, Machtmissbrauch, patriarchalen Strukturen oder gesellschaftlichem Versagen und wird meist dramatisch oder kritisch inszeniert. Beispiele für die Auseinandersetzung mit einem
weiblichen Vergewaltigungsopfer finden sich in
Thelma & LouiseThelma & Louise (1991)
130 min • ø-Rating: 8.1
Von: Ridley Scott
Mit: Susan Sarandon, Geena Davis, Harvey Keitel
Louise Sawyer und Thelma Dickinson sind zwei Hausfrauen, die endlich mal aus ihrem öden Eintagsleben ausbrechen wollen. Sie beschließen spontan zu verreisen, um endlich mal frei zu sein. An einer Raststätte versucht ein Mann Thelma zu vergewaltigen, woraufhin Louise ihn erschießt. Statt der Polizei die Notsituation zu erklären, flüchten die Beiden vom Tatort. Von nun an sind Polizist Hal Slocumb und etliche Polizisten hinter ihnen her. Die biederen Hausfrauen werden zu gejagten Outlaws...
(1991) sowie in
IrreversibelIrreversibel (2002)
97 min • ø-Rating: 6.8
Von: Gaspar Noé
Mit: Monica Bellucci, Vincent Cassel, Albert Dupontel
Auf einer Party hat Alex einen heftigen Streit mit ihrem Freund Marcus und geht daraufhin allein nach Hause. Das erweist sich als folgenschwerer Fehler, denn Alex wird auf dem Heimweg in einer Straßenunterführung vom Zuhälter Le Tenja vergewaltigt. Als Marcus und Alex' Ex-Mann Pierre davon erfahren, machen sich die Beiden auf die Suche nach dem Täter. Sie werden fündig - der Vergewaltiger verkehrt im Rectum, einem düsteren Sado-Maso-Club der Schwulenszene ...
(Irréversible, 2002), die sexualisierte Gewalt als zentrales Konflikt- und Wirkungselement nutzen.