Schon einmal hier gewesen bezeichnet als
Dialogmotiv die irritierende Gewissheit einer Figur, einen unbekannten Ort bereits zu kennen oder eine gegenwärtige Situation früher erlebt zu haben. Das Motiv kann auf ein
Déjà-vuEin Déjà-vu (von französisch déjà vu "schon gesehen") bezeichnet das psychologische Phänomen einer Erinnerungstäuschung, bei dem eine fiktive Figur fälschlicherweise glaubt, eine aktuelle Situation bereits in der Vergangenheit identisch erlebt zu haben. Innerhalb der filmischen Handlung wird das Déjà-vu häufig als narratives Schlüsselelement genutzt, um Sinnestäuschungen, Zeitschleifen, paranormale Phänomene oder Störungen der Realitätswahrnehmung visuell und dramaturgisch zu untermauern. Markante Beispiele für die Inszenierung von einem Déjà-vu finden sich im Cyberpunk-Klassiker Matrix (The Matrix, 1999), in dem das Phänomen eine Systemänderung signalisiert, sowie im Science-Fiction-Film Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit (Déjà Vu, 2006).
, verdrängte Erinnerungen,
ZeitschleifenEine Zeitschleife ist eine rekursive, "zurückgehende" Verkettung der Zeit. Normalerweise folgt auf jeden Zeitpunkt der Gegenwart unumkehrbar ein Zeitpunkt in der Zukunft, d. h. alle Ereignisse passieren nacheinander und kausal – die Wirkung folgt der Ursache und nie umgekehrt. In einer Zeitschleife ist die Richtung des Zeitstrahls jedoch so gebogen, dass er sich mit einem Punkt in der Vergangenheit oder Zukunft kreuzt. Dadurch findet ein Sprung in der Zeit statt, der sich auf eine bestimmte Umgebung begrenzt.
oder eine manipulierte Wirklichkeit verweisen und kündigt oft an, dass die lineare Wahrnehmung der Figur unzuverlässig ist. Im Science-Fiction-Film
MatrixMatrix (1999)
136 min • ø-Rating: 8.3
Von: Lana Wachowski, Lilly Wachowski
Mit: Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss
Der Hacker Neo wird übers Internet von einer geheimnisvollen Untergrund-Organisation kontaktiert. Der Kopf der Gruppe - der gesuchte Terrorist Morpheus - weiht ihn in ein entsetzliches Geheimnis ein: Die Realität, wie wir sie erleben, ist nur eine Scheinwelt. In Wahrheit werden die Menschen längst von einer unheimlichen virtuellen Macht beherrscht - der "Matrix", deren Agenten Neo bereits im Visier haben ...
(The Matrix, 1999) entlarvt diese Empfindung einen Eingriff in die Simulation, der Mystery-Thriller
Donnie DarkoDonnie Darko (2001)
113 min • ø-Rating: 7.9
Von: Richard Kelly
Mit: Jake Gyllenhaal, Jena Malone, James Duval
Auf den ersten Blick könnte Donnie Darko ein normaler, unkomplizierter Teenager sein. Geordnete Familienverhältnisse, verständnisvolle Eltern, eine nette Freundin. Aber Donnie hat ein mentales Problem - ein drei Meter großes, ziemlich dämonisches Kaninchen namens Frank. Nachts, wenn alles schläft, spricht seine sonore Stimme zu ihm und erteilt ihm Ratschläge. Die sind manchmal hilfreich und manchmal nicht, bezüglich jedweder Zukunftsprognose aber grundsätzlich zutreffend. Die von Donnie's Eltern beauftragte Diplompsychologin ist genauso ratlos wie der schuleigene Motivationstrainer oder die freundliche Klassenlehrerin. Als Frank Donnie erklärt, daß in ziemlich genau 28 Tagen, 6 Stunden, 42 Minuten und 12 Sekunden die Welt untergeht, ist guter Rat mal wirklich teuer.
(2001) verbindet sie mit einer instabilen Zeitordnung, und die Serie
DarkDark (2017)
53 min • ø-Rating: 8.6
Mit: Louis Hofmann
Nach dem Verschwinden eines Kindes begeben sich vier Familien auf die verzweifelte Suche nach Antworten und der Lösung eines Rätsels, das drei Generationen umspannt.
(2017) macht sie zum Symptom familiärer und zeitlicher Wiederkehr.