Expliziter lesbischer Sex (lateinisch
explicitus "ausgebreitet, deutlich") bezeichnet die detaillierte und ungeschönte filmische Darstellung
sexueller Handlungen zwischen Frauen, die über bloße Andeutungen hinausgeht und häufig anatomische Details oder intensive
Sinnlichkeit zeigt. Während solche Szenen in der
Filmgeschichte lange Zeit durch
ZensurZensur (lateinisch censura) ist der Versuch der Kontrolle der Information. Durch restriktive Verfahren – in der Regel durch staatliche Stellen – sollen Massenmedien oder persönlicher Informationsverkehr kontrolliert werden, um die Verbreitung unerwünschter oder gesetzeswidriger Inhalte zu unterdrücken oder zu verhindern. Nicht nur totalitäre Staaten können Zensur durchführen, sondern auch religiöse und privatwirtschaftliche Stellen.
oder den
Hays CodeDer Hays Code (oder Production Code) war eine Zusammenstellung von Richtlinien zur Herstellung von US-amerikanischen Spielfilmen, mittels welcher moralisch akzeptable Darstellungen besonders von Kriminalität, von sexuellen und von politischen Inhalten reguliert und überwacht wurden.
unterdrückt wurden, dienen sie im modernen Kino oft der authentischen Abbildung von
IdentitätIdentität (von mittellateinisch identitas, Abstraktum zu lateinisch īdem "derselbe") ist die Gesamtheit der Eigentümlichkeiten, die eine Entität, einen Gegenstand oder ein Objekt kennzeichnen und als Individuum von anderen unterscheiden. In ähnlichem Sinn wird der Begriff auch zur Charakterisierung von Personen verwendet. Dabei steht psychologisch und soziologisch im Vordergrund, welche Merkmale im Selbstverständnis von Individuen oder Gruppen als wesentlich erachtet werden. So folgt die rechtliche Identitätsfeststellung den für Inklusion und Exklusion relevanten Markern moderner bürgerlicher Gesellschaften.
,
Begehren oder
Machtverhältnissen. Beispiele für die filmische Integration von
explizitem lesbischem Sex als narratives Element finden sich in
Blau ist eine warme FarbeBlau ist eine warme Farbe (2013)
179 min • ø-Rating: 7.7
Von: Abdellatif Kechiche
Mit: Léa Seydoux, Adèle Exarchopoulos, Salim Kechiouche
Adèle geht noch zur Schule, als sie feststellt, dass sie sich zu Frauen hingezogen fühlt. Nachdem sie ihre ersten sexuellen Erfahrungen mit einem Mann gemacht hat, ohne dabei große Erfüllung zu verspüren, verliebt sich die 17-Jährige in die ältere Kunststudentin Emma, die sie mit ihrem außergewöhnlichen Aussehen und ihrer bildungsbürgerlichen Attitüde beeindruckt. Die beiden Frauen lassen sich auf eine Affäre ein, aus der eine Beziehung entsteht. Nach ihrem Schulabschluss beginnt Adèle eine Ausbildung zur Pädagogin und ist ihrer Freundin völlig verfallen. Emma macht Adèle zu ihrer Muse und stellt sie ihrem erlesenen Freundeskreis vor, in dem Adèle zwar positiv aufgenommen wird, sich jedoch in der ungewohnten Umgebung nicht völlig wohlfühlt. Als Emma einige Zeit mit ihrer Ex-Freundin Lise verbringt, reagiert Adèle sehr eifersüchtig und wirft sich dem nächstbesten Mann in die Arme…
(La Vie d'Adèle - Chapitres 1 & 2, 2013),
Die TaschendiebinDie Taschendiebin (2016)
145 min • ø-Rating: 8.5
Von: Park Chan-wook
Mit: Kim Min-hee, Kim Tae-ri, Ha Jung-woo
Korea in den 1930er Jahren. Die schöne, aber unnahbare Lady Hideko lebt mit ihrem dominanten Onkel Kouzuki und ihrem ererbten Vermögen in einem abgelegenen Anwesen, dessen Herzstück eine hingebungsvoll gepflegte und bewachte Bibliothek ist. Kouzuki sammelt und verkauft Bücher voll schonungsloser Erotik, die Hideko zahlungskräftigen Herren vorlesen muss, um so den Preis der Bücher in die Höhe zu treiben. Eines Tages kommt ein neues Dienstmädchen, die junge und naive Sookee, ins Haus von Lady Hideko. Doch das Mädchen hat ein Geheimnis: Sookee ist eine Taschendiebin und Betrügerin, engagiert, um Hideko dem gerissenen Grafen Fujiwara in die Hände zu spielen, der sie nach der Hochzeit um ihr Vermögen bringen will. Doch zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich etwas Unerwartetes: ein ganz eigenes Begehren, eine ungeahnte Zuneigung, die die Karten der Macht neu verteilt.
(Ah-ga-ssi, 2016) oder
Mulholland Drive - Straße der FinsternisMulholland Drive - Straße der Finsternis (2001)
147 min • ø-Rating: 8.1
Von: David Lynch
Mit: Naomi Watts, Laura Harring, Justin Theroux
Nach einem Unfall irrt eine junge Frau, die ihr Gedächtnis verloren hat, durch das nächtliche Hollywood und findet Unterschlupf in einem Appartement, das von der jungen Schauspielerin Betty bewohnt wird. Diese will in Hollywood Karriere machen, erklärt sich aber bereit, der verstörten Schönheit bei der Suche nach ihrem düsteren Geheimnis zu helfen.
(2001).