Ein
rituelles Opfer bezeichnet die feierliche Darbringung von Objekten, Tieren oder Menschen an eine
GottheitAls Gott (weiblich: Göttin) oder Gottheit (abrahamitisch: semitische Wurzel א–ל–ה, vgl. El, Elohim, Allah) wird meist ein übernatürliches Geistwesen bezeichnet, das über eine große und nicht buchstäblich oder naturwissenschaftlich beschreibbare transzendente Macht verfügt. Im Verständnis von Mythologien, Religionen und Glaubensüberzeugungen wird einem Gott oder mehreren Göttern besondere Verehrung zuteil und es werden ihnen unter anderem oft Eigenschaften zugeschrieben wie erster Ursprung, Schöpfer oder Gestalter der Wirklichkeit zu sein. Auch Vorstellungen einer nicht wesenhaften, unpersönlichen "göttlichen Kraft" werden bisweilen als Gott bezeichnet.
, einen
DämonDämon bezeichnet ein meist übernatürliches Wesen, das mit dunklen Kräften, Versuchung, Besessenheit oder Zerstörung assoziiert wird. Der Dämon tritt häufig als Gegenspieler auf, symbolisiert das Böse oder verkörpert innere Abgründe von Figuren. In vielen Erzählungen stammt er aus religiösen, mythologischen oder okkulten Kontexten und ist eng verknüpft mit Themen wie Exorzismus, Besessenheit, Hölle oder Satanismus. Dämonische Wesen finden sich vor allem in Horrorfilmen, aber auch in Fantasy- oder Animations-Genres. Beispiele sind Der Exorzist (The Exorcist, 1973), Insidious (2010) oder Hellboy (2004).
oder eine
übernatürliche Kraft, um Gunst zu erflehen, Unheil abzuwenden oder eine
Glaubensgemeinschaft zu festigen. In der Filmwelt ist das
rituelle Opfer ein zentrales Element des
Folk HorrorFolk Horror (von englisch folk "Volk, Volks-" und horror "Schrecken") ist ein Subgenre des Horrorfilms, das sich durch Themen wie heidnische Rituale, ländliche Isolation und vorindustrielle Traditionen auszeichnet. Folk Horror verbindet Elemente des Übernatürlichen mit gesellschaftlichen und kulturellen Ängsten, die aus archaischen Bräuchen oder abgeschlossenen Gemeinschaften erwachsen. Bekannte Beispiele für Folk Horror sind The Wicker Man (1973), Das Blutgericht der reitenden Leichen (La noche del terror ciego, 1972) oder Midsommar (2019).
und des
Okkult-Thrillers, wobei die Inszenierung oft durch
SymbolismusSymbolismus steht für: Symbolismus (Literatur), literarische Richtung Symbolismus (Bildende Kunst), Sammelbezeichnung für Kunstrichtungen des späten 19. Jahrhunderts Symbolismus (Formel), System von Formelzeichen
,
GewaltGewalt bezeichnet in den Medien jegliche Form von physischer, psychischer oder struktureller Kraftanwendung, die gegen Personen, Gruppen oder Objekte gerichtet ist. Diese kann real oder fiktiv sein und variiert in ihrer Intensität und Auswirkung. In Medienwerken wie Filmen, Serien oder Spielen wird Gewalt oft genutzt, um Dramatik zu erzeugen oder Konflikte darzustellen, wie beispielsweise in Fight Club (1999) oder dem Videospiel Grand Theft Auto (1997).
und die Konfrontation zwischen
Rationalität und
AberglaubenAberglaube, seltener Aberglauben, bezeichnet einen "als irrig angesehenen Glauben an die Wirksamkeit übernatürlicher Kräfte in bestimmten Menschen und Dingen" (zum Beispiel Hexerei oder Talismane), unter anderem eine Vorstellung vom Wirken anthropomorph gedachter dämonischer Kräfte. Aberglauben findet sich im Leben und Handeln von Menschen in allen Kulturen und Zeiten. Es gibt solche Vorstellungen sowohl in kulturell allgemein anerkannten kollektiven Denkmustern und Riten, zum Beispiel im Glauben an Glück oder Unglück bringende Symbole (Glücksbringer) oder in Spruchformeln (zum Beispiel "toi, toi, toi"), als auch individuell.
geprägt ist. Markante Darstellungen eines
rituellen Opfers finden sich in Klassikern wie
The Wicker ManThe Wicker Man (1973)
84 min • ø-Rating: 8.0
Von: Robin Hardy
Mit: Edward Woodward, Christopher Lee, Britt Ekland
Der gottesfürchtige Polizeisergeant Howie kommt vom Festland auf eine abgelegene schottische Insel, um das Verschwinden eines jungen Mädchens aufzuklären. Zu seinem Entsetzen muss der aufrechte Christ in Uniform feststellen, dass vom kleinen Kind über den alten Fischer und dem Kneipenwirt bis hin zur Lehrerin und dem Adel die Menschen auf dieser Insel nicht nur etwas zu verbergen haben, sondern auch offen und unverhohlen einer alten, heidnischen Naturreligion anhängen. Als er sich einer Mauer aus Lügen, Widersprüchen und Rätseln gegenübersieht, keimt in Howie ein schrecklicher Verdacht auf. Planen die von Lord Summerisle angeführten Inselbewohner im Rahmen eines bizarren Fruchtbarkeitsrituals tatsächlich ein Menschenopfer für eine reiche Ernte, nachdem die letztjährige so schlecht ausgefallen war?
(1973), in dem eine Dorfgemeinschaft ein
Brandopfer darbringt, im Abenteuerfilm
Indiana Jones und der Tempel des TodesIndiana Jones und der Tempel des Todes (1984)
118 min • ø-Rating: 7.3
Von: Steven Spielberg
Mit: Harrison Ford, Kate Capshaw, Ke Huy Quan
Indiana Jones kehrt zurück! Nachdem er bei der Erringung eines Diamanten in einem Nachtclub in Shanghai beinahe vergiftet, erdolcht und erschossen wurde, flieht er mit einer halbhysterischen Clubsängerin und seinem jungen asiatischen Freund Short Round mit einem Flugzeug. Doch über Indien wird auch hier ein Mordversuch gegen sie ausgeführt und alle drei müssen abspringen. Sie gelangen in ein Dorf, aus dem heilige Steine und sämtliche Kinder entführt wurden. Die Spur führt zu einem Fürstenpalast im Dschungel, wo sie einem machtgierigen Jungfürsten auf die Spur kommen, der die Kinder in den Minen arbeiten läßt. Doch hinter ihm steht ein noch machtvollerer Sektenführer...
(Indiana Jones and the Temple of Doom, 1984), im modernen Horrordrama
MidsommarMidsommar (2019)
148 min • ø-Rating: 7.1
Obwohl ihre Beziehung kriselt, schließt sich Dani ihrem Freund Christian auf einen Sommertrip in einen kleinen Ort in Schweden an. Gemeinsam mit Christians Clique sind sie zu einem einmaligen Mittsommer-Festival eingeladen. Doch der anfänglich idyllische Eindruck der abgelegenen Gemeinschaft trügt, die freundlichen Dorfbewohner verhalten sich nach und nach merkwürdiger: Sie bereiten sich auf ein besonderes Mittsommer-Ritual vor, das nur alle 90 Jahre zelebriert wird. Was als puritanisches Fest der Liebe und Glückseligkeit beginnt, nimmt eine unheimliche Wendung, die das sonnengeflutete Paradies bis in die Eingeweide erschüttert.
(2019) oder in der mythologischen Erzählung
ApocalyptoApocalypto (2006)
138 min • ø-Rating: 7.4
Von: Mel Gibson
Mit: Rudy Youngblood, Raoul Max Trujillo, Gerardo Taracena
Es ist die Zeit, in der der Niedergang einer der ältesten und geheimnisvollsten Hochkulturen aller Zeiten bevorsteht: der Maya. Bis heute birgt diese Zeit offene Fragen und ungeklärte Geheimnisse. In Apocalypto skizziert Mel Gibson die Geschichte eines Mannes aus dem Volk der Maya, der in dieser Zeit um sein Leben kämpft. Nur die Liebe zu seiner Familie und zu seiner Frau gibt ihm die Kraft und den Mut zu bestehen.
(2006).